03 GALERIE BIESENBACH
VORSCHAU

Markus Fräger: Silent Rites, 2004
Öl auf Leinwand // oil on canvas, 90 x 70 cm
VORSCHAU
Unmittelbarkeit der Existenz
Markus Fräger
Ausstellung: 23.1. – 7.3.2026
Eröffnung: Freitag, 23. Januar 2026, 18 – 21h
K1 Galerien-Rundgang in Köln am 25. Januar 11 – 16h
Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.
GALERIE BIESENBACH
Lindenstraße 34
50674 Köln
+49-174-490 96 35
+49-173-266 55 56
art@galerie-biesenbach.com
www.galerie-biesenbach.de
Unmittelbarkeit der Existenz
Ausgewählte Werke des Kölner Malers Markus Fräger (1959-2020)
Der Maler Markus Fräger verstarb infolge einer schweren und langwierigen Erkrankung in Köln am 17. August 2020. Seine Bilder waren dichte Kammerspiele und von der Liebe zu seiner Familie und seinen Freunden, zur Musik und zum Kino geprägt.
Markus Fräger wurde 1959 in Hamm, Westfalen geboren, und studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, sowie Kunstgeschichte und Archäologie an der Universität Münster. Zuletzt hatte er sein Atelier in einer ehemaligen Essigfabrik in Köln. Seine Bilder wurden unter anderem im Lehmbruck-Museum in Duisburg, der Kunsthalle Koblenz und zuletzt 2019 im Kunstverein Unna gezeigt.
Fräger malte überwiegend figurativ, seine dichten Szenen mit starken hell-dunkel-Kontrasten spielen oft in Innenräumen und erinnern sowohl an die Tradition der Genremalerei als auch an Film-Stills. Es liegt nahe, in der Komposition der Figuren eine Geschichte zu vermuten, die sich jedoch nie ganz erschließt. Zu Frägers Inspirationen gehörten sowohl barocke Interieurs als auch Filme der Coen-Brüder oder die aufgeladenen traumwandlerischen Bilder von David Lynch. Zur Vorbereitung seiner Bilder ließ er Schauspielerinnen und Schauspieler improvisierte Szenen entwickeln und kombinierte diese mit gefundenen Fotografien und Filmstills.
Die anachronistische Darstellung der verwendeten Zitate, die bewusst verschiedene Zeitebenen in die Handlung einbezieht, betont dabei das Thema Erinnerung als zentral in seinen Bildern. So entstehen intime Momente unbedingter Schönheit und zärtlicher Verletzlichkeit. Die aufkommende Erinnerung, der in seiner Vergänglichkeit festgehaltene Moment.
Eröffnung: Freitag, 23. Januar 2026, 18 – 21h
K1 Galerien Köln am 25. Januar 11 – 16h
Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.
AKTUELL



AKTUELL
ART MATTERS
BERGERNISSEN JANG LIMMER LUDEWIG
Ausstellung: 5.12.2025 – 17.1.2026
Gesonderte Öffnungszeiten: Samstag, 10. Januar zum Neujahrs-Umtrunk von 16h bis 18h
Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.
GALERIE BIESENBACH
Lindenstraße 34
50674 Köln
+49-174-490 96 35
+49-173-266 55 56
art@galerie-biesenbach.com
www.galerie-biesenbach.de
ART MATTERS
Seit April 2020 bietet unser Open Call ART MATTERS Künstler*innen zwei- bis dreimal im Jahr die Möglichkeit, sich für eine Online-Ausstellung bei uns zu bewerben. Aus allen Bewerbungen wählen wir neun Finalist*innen aus, die wir zwei Wochen lang auf unserer Website und auf Instagram vorstellen. Am Ende der Ausstellung küren wir zwei Gewinner*innen unseres Online-Wettbewerbs und laden sie ein, an einer physischen Gruppenausstellung in unseren Galerieräumen teilzunehmen. BERGERNISSEN (Alisa Berger/Lena Ditte Nissen), Hyein Jang, Jakob Limmer und Gabriele Ludewig sind die Gewinner*innen unserer ART MATTERS-Ausgaben 12 und 13.
BERGERNISSEN alias Alisa Berger (*1987 in Machatschkala) und Lena Ditte Nissen (*1987 in München) haben beide 2016 ihr Studium an der Kunsthochschule für Medien in Köln abgeschlossen. Sie haben ihre Installationen und Performances weltweit an einer Vielzahl von Orten präsentiert, darunter im Museo del Banco de la Republica, KAI10 | Arthena Foundation, Kunstverein Heidelberg und Bangkok Arts and Culture Center. BERGERNISSEN arbeiten im Bereich Performance, Happening und Installation.
„Das Material unserer Arbeit sind Gruppenprozesse, kollektiv erlebte Realitäten und unsere Beziehung zu kulturellen Institutionen. Das illusionistische Potenzial von Film und Kino ist eine Inspirationsquelle für die Entwicklung unserer Performances und Happenings, die Realitäten simulieren. An dem Wendepunkt, an dem die Vernunft die Illusion zerstören könnte, wird die Täuschung so weit gefestigt, dass sie unzerstörbar erscheint, während gleichzeitig die Illusion genau an den Stellen fragil wirkt, an denen sie konsistent und selbstverständlich erscheinen sollte.Durch ritualisierte Handlungen oder wissenschaftliche Forschung und in Zusammenarbeit mit Protagonisten, Objekten und institutionellen Strukturen schaffen wir Situationen, die die künstlichen Verbindungen zwischen Wissenschaft, Kunst, Spiritualität und Politik beleuchten. Der Betrachter kann eingreifen oder sich zurückziehen. Diese Erforschung illusorischer Grenzen und ihrer Überschreitung entfaltet ihre Kraft durch Happening und Performance und dringt von dort aus in die Realität des Betrachters ein.“ bergernissen.com / alisabergermun.com / lenadittenissen.com
Hyein Jang (*1993 in Gyeryong, Süd Korea) lebt und arbeitet in Würzburg. Sie studierte an der Kyonggi Universität in Suwon Süd Korea und an der Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und absolvierte dort ihren Master bei Professor Daniel Roth.
„Unsere Emotionen werden in der Gesellschaft, in der wir leben, stark von unserer Umgebung und anderen Menschen beeinflusst. Sie sind ständig im Wandel, und dieser Wandel bewirkt auch Veränderungen in uns selbst. Das Ich der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft kann jeweils unterschiedlich sein. [...] Ich habe dies durch ‘stoffartige Schichten’ dargestellt. Im Laufe der Zeit können Emotionen in unserer Erinnerung verblassen, aber je mehr sich die Schichten überlagern, desto intensiver und deutlicher treten sie hervor. Diese Stoffschichten brechen dabei aus dem Rahmen der Leinwand aus und bewegen sich frei im Wind, was die Unvollkommenheit der Emotionen symbolisiert. Die Stoffe, die unterschiedliche Längen haben, bewegen sich durch den Wind, der von vorbeigehenden Menschen verursacht wird. Dies zeigt, wie Emotionen sich durch Beziehungen zu anderen verändern und beeinflusst werden. Mit dieser Darstellung habe ich die Unvollkommenheit der Emotionen und ihre Rekonstruktion visualisiert.“ Klicken Sie hier für weitere Informationen und verfügbare Werke.
Jakob Limmer (*1988 in Bamberg) studierte von 2016 bis 2020 Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Joachim Blank im Fachbereich Installation und Raum. Zuvor studierte er Sounddesign an der Fachhochschule Salzburg im Studiengang MultiMediaArt. Jakob Limmer untersucht in seiner künstlerischen Praxis, wie Autorität und Struktur den Körper und sein Verhalten prägen und wie unter diesen Bedingungen auf subtile Weise Widerstand und Transformation entstehen können. Seine Arbeiten zeichnen sich durch das Zusammenspiel kontrastierender Materialwelten aus: Weiche, taktile Substanzen treffen auf starre, unnachgiebige Strukturen. Aus dieser Begegnung entstehen Objekte, die eine Spannung zwischen Unterwerfung und Trotz, Kontrolle und Durchlässigkeit offenbaren. [...] Im Kern untersucht sein Werk das Konzept der Handlungsfähigkeit – verstanden als fragiles Konstrukt, das einer ständigen Neuverhandlung bedarf. Es lädt die Betrachter in einen Raum ein, in dem Kontrolle, Routine und Ordnung demontiert und transformiert werden, und regt zum Umdenken über die Systeme an, in denen wir leben. Klicken Sie hier für weitere Informationen und verfügbare Werke.
Gabriele Ludewig (*1956 in Hildesheim, lebt und arbeitet in Berlin) studierte von 1981-88 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK) bei Ulrich Rückriem, Klaus Bendixen und Franz Erhard Walther.
Mit ihrer neuen Werkreihe Balloons schafft die Künstlerin Plastiken kondensierter Energie. Fein ausbalancierte Wölbungen intensiver Farbigkeit fügen sich zu comicartigen Figuren, die Freude und Lebendigkeit ausstrahlen. Die getürmten Formen und Farben übertragen das Prinzip von Formulierung und Antwort im malerischen Prozess auf die Plastik. Die Balloons sind zugleich konkret und Inspiration für Imaginationen, die aus ihnen eine Gesellschaft eigenwilliger Charaktere machen. Klicken Sie hier für weitere Informationen und verfügbare Werke.
Gesonderte Öffnungszeiten: Samstag, 10. Januar zum Neujahrs-Umtrunk von 16h bis 18h
Ausstellung: 5.12.25 – 17.1.2026
GALERIE BIESENBACH
Lindenstraße 34
50674 Köln
Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.


