03 GALERIE BIESENBACH
AKTUELL

Ausstellungsansicht
AKTUELL
Wellspring
Hideaki Yamanobe
Ausstellung: 14.3. – 3.5.2025
Eröffnung: Freitag, 14. März 2025, 18 – 21h
Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.
GALERIE BIESENBACH
Lindenstraße 34
50674 Köln
+49-174-490 96 35
+49-173-266 55 56
art@galerie-biesenbach.com
www.galerie-biesenbach.de
Wellspring
Neue Einzelausstellung mit abstrakten Arbeiten des 1964 in Tokyo geborenen Künstlers Hideaki Yamanobe (lebt und arbeitet in Düsseldorf, Köln und Tokyo) – gezeigt werden Arbeiten auf Leinwand und Papier.
Text zu den Arbeiten von Hideaki Yamanobe
von Matthias Pintscher (Komponist, Dirigent & Kunstsammler)
Die Arbeiten von Hideaki Yamanobe erforschen die Tiefe. Und sie tun das mit großer Konsequenz. Sie erstellen Schichten und eine einzigartige Perspektive unserer eigenen Wahrnehmung. Wir begegnen der Stille und einer sehr persönlichen Tiefe des Ausdrucks in diesen Arbeiten. Sie sind gleichsam introspektiv und doch aufgeladen. Hideakis Leinwände und Papierarbeiten “klingen”. Sie sind voller Resonanz und stiller Räumlichkeit.
Mich hat immer Malerei interessiert, die mir erlaubt, visuelle Inhalte zu “hören”… und auf der anderen Seite interessiert mich Musik, also Klang, den man sehen und greifen kann.
Gerade deshalb fühlen sich Hideaki und ich künstlerisch zueinander hingezogen. Wir verfolgen die gleichen Ziele und arbeiten doch in einem ganz verschiedenen Medium. Aber doch arbeiten wir an der gleichen “Sache” und dies ist, ich wiederhole mich, die räumliche Tiefe und die Perspektive im Visuellen und im Sonoren.
Hideaki übermalt seine Leinwände. Vielfach. So entsteht diese Tiefe. Perspektive. Gleich denke ich an einen anderen großen Meister der Übermalung, Mark Rothko. Oft ist es so, dass man in Rothkos Arbeiten die vielen untermalten Schichten nicht mehr sieht. Manchmal handelt sich gar um ein ganz weit entferntes Farbspektrum, das sich im Untergrund befindet, oft gar nicht mehr wahrnehmbar aber spürbar. Deshalb glühen diese Arbeiten von Rothko und Yamanobe. Man weiß um den stillen, energetischen Klang im Untergrund, auch ohne ihn aktiv sehen zu können.
Zum anderen bewundere ich in Hideakis Arbeiten die unglaubliche Präzision des kreativen Gedankens und der meisterhaften Ausführung einer Idee. Und dabei ist es unwesentlich, ob er auf Papier oder Leinwand arbeitet. Die Formate variieren, die Intention und Aura ist identisch.
Eines seiner Werke in meiner Sammlung ist mit „Snow Noise“ betitelt. Der Klang der Stille des Schnees. Hier findet sich der Geist dieser besonderen Arbeiten. Eine meiner liebsten Arbeiten ist eine kleine Tuschzeichnung. Nur Tusche. Aber mit der kalkulierten Verdünnung der Tusche erzielt Hideaki eine Explosion von subtilen Farben an den Rändern der Tusche… und dennoch sind keine weiteren Farben angewandt als die, die der schwarzen Tusche innewohnen. Dies ist der Geist dieser wunderbaren Arbeiten, die von der Implosion der Farbe und Stille erzählen.
Ausstellung: 18.1. – 8.3.2025
Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.
ARCHIV

Ivan De Menis: Tessera 118/y9, 2022, Pigmente, Polystyrol und Epoxidharz auf Gewebe auf Holz, 20 x 15 x 15 cm

Catherine Seher: Une ressemblance, 2022, Acryl und Pastell auf Leinwand, 100 x 81 cm
ARCHIV
Dualis
Ivan De Menis und Catherine Seher
Ausstellung: 17.1. – 8.3.2025
Eröffnung: Freitag, 17. Januar 2025, 18 – 21h
Mi–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.
GALERIE BIESENBACH
Lindenstraße 34
50674 Köln
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Dualis
Wandskulpturen und Gemälde/Zeichnungen
von Ivan De Menis und Catherine Seher
Ivan De Menis wurde 1973 in Treviso geboren und studierte Malerei an der Accademia di Belle Arti in Venedig. De Menis bedeckt seine Arbeitsflächen großzügig mit Farbe, arbeitet in dicken Schichtungen, lässt die hochpigmentierte Acrylfarbe seitlich hinablaufen. In seinen Werkreihen entstehen kleinformatige, rechteckige oder quadratische Bildobjekte, die eine intensive Farb- und Leuchtkraft entwickeln und den Arbeitsprozess des Künstlers erahnen lassen, da die diversen Schichtungen seitlich offen zu Tage treten. Der Reiz der Arbeiten zeigt sich im Kontrast der fast seidig glatten Oberfläche und der rauen, mit Farbschlieren- und Tropfen, sowie abgeblätterten Schichten gezeichneten Seitenflächen. Seine Werke finden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen im In- sowie Ausland.
Die französische Malerin Catherine Seher (lebt und arbeitet in Paris) fängt eindrucksvolle Ansichten ein, die oft Figuren in verschiedenen Landschaften zeigen, und beschwört in ihrem Werk ein starkes Gefühl der Anonymität und Isolation herauf. Indem sie die Essenz einer bestimmten Umgebung einfängt, aus ihr aber alle Bedeutungselemente herauszieht, reduziert Seher sowohl die Kunst der Landschaft als auch der Figur auf ihr eigentliches Element und zwingt den Betrachter ihres Werkes, die Mechanik zu berücksichtigen, durch die jede Komponente des Werkes entsteht. Das Ergebnis ist ein Gesamtwerk, das die Universalität der Kunst selbst anzapft, eine anonyme Figur oder Ansicht nach der anderen. Seher wurde 1958 in Paris geboren und schloss 1983 sein Studium an der École Nationale des Beaux-Arts de Paris ab. Heute lebt sie in Paris, hat aber ihre Werke in ganz Europa ausgestellt. Zu den jüngsten Ausstellungen ihrer Werke gehören die Ausstellungen in der Galerie Christine Colon, Lüttich; Galerie GNG, Paris; Galerie Peters-Barenbrock, Berlin und Galerie Biesenbach, Köln.
Ausstellung: 18.1. – 8.3.2025
Eröffnung: Freitag, 17. Januar 2025, 18 – 21h
GALERIE BIESENBACH
Lindenstraße 34
50674 Köln
Di–Fr von 12–18h / Sa von 12–16h u.n.V.